Unentbehrliches Selen
Deutschland gilt als Selenmangelgebiet
Über 90 Prozent der Bevölkerung nehmen nicht einmal die minimale Selenmenge auf, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen wird. Der Grund: Selenarme Ackerböden, eine Übersäuerung der Böden durch Düngemittel, saurer Regen und die zunehmende Belastung der Umwelt mit Schwermetallen.
Selen reguliert das fein abgestimmte Zusammenspiel der Körperabwehr, es stimuliert die Killerzellen und unterstützt die Aktivität der Fresszellen – Selen ist für das Immunsystem also unentbehrlich, um im Kampf gegen Erreger die Oberhand zu behalten.
Zusätzlich schützt das Spurenelement die Immunzellen vor einer Zerstörung durch freie Radikale. Diese aggressiven Stoffwechselprodukte verstärken außerdem Entzündungsprozesse. Indem Selen schädliche Radikale abfängt, wirkt es also direkt gegen eine Entzündung, wie sie beispielsweise auftritt, wenn das Immunsystem auf den Kontakt mit Blüten- oder Gräserpollen überaktiv reagiert.
Unter anderem benötigt unser Körper Selen noch für den reibungslosen Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel, für das Zellwachstum, für die Ausscheidung von Schwermetallen und, bei Männern, für die Entwicklung der Spermien.
Wie viel brauchen Sie – und wo steckt’s drin?Selen-Risikogruppen: Wer braucht mehr?